„Der Vogelherd – Jagd im Lonetal

Sonderausstellung vom 17.07.2022 – 06.11.2022

Das Leben in der Steinzeit wurde durch Jagen und Sammeln bestimmt. Die Beutetiere lieferten dabei nicht nur das begehrte Fleisch, sondern auch weitere Ressourcen, wie Knochen, Fett, Sehnen und Fell, die die Menschen zum Überleben benötigten. Die Jagd erforderte Geschick, Mut und Ausdauer und war nicht immer von Erfolg gekrönt. Eine genaue Ortskenntnis und die Jagd in der Gruppe waren dabei entscheidend.

Die Überreste der eiszeitlichen Beutetiere finden wir heute in den steinzeitlichen Fundstellen im Lonetal. Eine der zentralen Fundstellen in Süddeutschland ist die Vogelherdhöhle. Hier wurden neben den Resten eiszeitlicher Tiere auch die Jagdwaffen der Menschen, die während der letzten Eiszeit lebten, gefunden.

Die Jagdtechniken entwickelten sich während der Steinzeit kontinuierlich weiter: Von dem Aufkommen erster Holzspeere vor mindestens 300.000 Jahren über die Entwicklung von Speerschleudern vor circa 20.000 Jahren bis hin zur Erfindung von Pfeil und Bogen war es ein weiter Weg.

In der Sonderausstellung „Jagd im Lonetal“ zeigen wir die Entwicklung von Jagdwaffen und -techniken in der Steinzeit. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Beutetiere und das Verhältnis der Menschen zu ihnen. Die Kraft und Ausdauer dieser Tiere inspirierte die Menschen vor 40.000 Jahren vermutlich auch dazu die einzigartigen Kunstwerke aus Elfenbein zu schnitzen, die bei Ausgrabungen in der Vogelherdhöhle gefunden wurden. Zwei dieser Originalfunde sind in unserer Schatzkammer ausgestellt.

Kleines Mammut – Grabung (Conard) 2006

Juli 2022

  • Sonntag, 24.07.2022: Herstellung von Speerspitzen aus Silex

August 2022

  • Sonntag, 14.08.2022: steinzeitliche Jagdwaffen und -techniken
  • Sonntag, 28.08.2022: Nicht nur Jäger – Sammeln als Nahrungsgrundlage

September 2022

  • Sonntag, 04.09.2022: steinzeitliches Bogenschießen
  • Sonntag, 25.09.2022: Jagd – Überlebensgrundlage und Ressourcenbeschaffung

November 2022

  • Sonntag, 06.11.2022: Mammut, Wildpferd, Höhlenlöwe und Co. _ Schnitze deinen eigenen Jagdtalisman aus Speckstein, es entstehen Zusatzkosten für das Material

Dienstag, 20.09.2022, um 19 Uhr, Referent: Prof. Dr. Nicholas J. Conard, Universität Tübingen: „Jagd in Schöningen – Ein Paradigmenwechsel in der Urgeschichtsforschung“, Kreissparkasse Heidenheim, Hallamt, 3.OG, Olgastraße 2, 89518 Heidenheim, Anmeldung unter eiszeitkunst@landkreis-heidenheim.de

 

Dienstag, 18.10.2022, um 19 Uhr, Referent: Benjamin Schürch, Universität Tübingen: „Jagd im Lonetal – Jagdgründe, -techniken und -beute“, Kulturzentrum Kloster Herbrechtigen, Eselsburger Straße 8, 89542 Herbrechtingen, Anmeldung unter eiszeitkunst@landkreis-heidenheim.de

 

Dienstag, 23.11.2022, um 19 Uhr, Referentin: Dr. Susanne Münzel, Universität Tübingen: „Neue Aspekte zur Domestikation des Wolfes – der Fall Gnirshöhle bei Engen im Hegau“

und

Referent Wolfgang Koller: „Einblicke in die Jagd von heute am Beispiel eines Reviers auf der Schwäbischen Alb“, beide Voträge finden im Naturtheater Heidenheim, Kultur im Café, Hugo-Rupf-Platz 3, 89522 Heidenheim statt, Anmeldung unter eiszeitkunst@landkreis-heidenheim.de 

 

 

 

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